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Impressionen einer kleinen Rundfahrt auf Färöer

Erstellt von René am Sonntag 3. Oktober 2010

So heute war dann ein freier Tag den ich mit einem Kollegen aus Norwegen genutzt habe um einen bisschen die Inseln zu erkunden. Leider war das Wetter so schlecht wie man es sich kaum vorstellen kann. Es war dicker Nebel, mittlerer bis starker Wind und dazu Regen. Da ich ja auch leider auf meine beruflichen Reisen nicht immer auf alle denkbaren Wettervorkommnisse vorbereitet bin hatte ich leider auch keine Regenjacke dabei. Irgendwo muss man ja beim Packen eine Grenze ziehen, sonst reise ich bald nicht nur mit zwei Koffern, einer Tasche (manchmal passt die auch in den Koffer) und einem Rucksack sondern mit drei Koffern. :-) Aktuell sind es etwa 60 kg, wovon ich 50 einchecke. Ist alles immer ein bisschen abhängig von dem was ich erwarte, aber wenn man aus dem Koffer lebt dann sind da immer ein paar Dinge drin die mitkommen. Ich schweife ab.

Also wegen der fehlenden Regenfesten Kleidung war es leider kaum möglich sich zu Fuß etwas anzuschauen, sonst wäre man ganz sicher nach 5 Minuten klatsch nass von oben bis unten. Wer es nicht glaubt der kann es ja hier mal ausprobieren!

Ich denke Färöer ist super dafür geeignet Wanderungen zu machen, es gibt einige Pfade sie man bewandern kann, teilweise auch hoch über die Berge, dann bis zu 700m über dem Meer. Die Pfade sind in Karten eingezeichnet und ergänzen die wenigen Straßen auf der Karte.

Die Landschaft auf unserer Fahrt war überall gleich, auch die Vegetation war für mich gleich. Es gibt keine Bäume, keine Sträucher und nur Gras und Moos. Einige Bewohner haben Sträucher an Ihren Häusern und auch Bäume sind in Torshavn (Hauptstadt) zu finden. Neben diesen vereinzelten Vorkommen ist die Vegetation überall gleich.

Dabei ist zu bedenken das es im Sommer vielleicht ein wenig anders aussieht, es wird aber wohl keine Blumen geben, zumindest keine die bei der Aussaht auf Bienen angewiesen sind, Bienen und Hummeln sind hier nicht heimisch. Wespens soll es wohl welche geben die 1995 eingeschleppt wurden. Weiß aber nicht von was die sich hier ernähren, Honig bei Bienen klauen geht nicht und anderes Getier vertilgen ist mangels Vorhandensein auch nicht möglich.

So leider war der Ausflug gar nicht wie erwartet und wegen dem Wetter sehr karg und weniger interessant als gedacht, nichts desto trotz ist die Insel sehr schön und man sieht vieles neues. Es gibt atemberaubend schöne Orte, abgelegen, am Ende der Welt. In vielen Orten kommt das Leben in dieser Jahreszeit zum erliegen. Hotel sind geschlossen, ebenso Restaurants.

Ab Herbst bis Ende des Winters kann es immer wieder teils auch starke Stürme geben, abhängig davon wie die Polargrenze liegt und ob Winterstürme über Färöer geleitet werden. Laut den Einheimischen ist das wohl ein zehnjähriger Rhythmus dem das Wetter folgt. Es gibt also sehr kalte und ruhige Winter oder stürmische und warme Winter. Warm heißt dann wohl so zwischen 5 und 12ºC. Kalt bedeutet dann aber auch nur knapp unter 0ºC, Schnee gibt es, auch schon mal 20cm aber dieser taut sehr bald.

Also hier dann zum Ende der Welt, Ruhe und Abgeschiedenheit.

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Insgesamt sind wir etwa 250 km gefahren und waren ca. 5 Stunden unterwegs mit nur ein paar kurzen Stopps.

Hier gibt es noch drei Links zu Google Maps mit einer Aufzeichnung der Strecke die wir gefahren sind:
Teil 1, Teil 2, Teil 3